Häufige Fragen

An dieser Stelle stellen wir eine kompakte Übersicht zu häufigen und übergreifenden Fragen zum Kerndatensatz Forschung zur Verfügung.

Welcher Zeitplan ist für die Implementierung des KDSF vorgesehen?

Der Wissenschaftsrat empfiehlt in seinen Empfehlungen aus dem Jahr 2016 folgenden Zeitplan, der allerdings nicht bindend ist (Empfehlungen zur Spezifikation des Kerndatensatz Forschung, S. 45):

"Obwohl der Kerndatensatz vor allem auf der Verbindung administrativ generierter Daten aufbaut, wird die Implementierung an den einzelnen Einrichtungen mit unterschiedlichem Vorbereitungsaufwand verbunden sein und somit unterschiedlich viel Zeit und Ressourcen in Anspruch nehmen. Unter Einführung wird hier der Zeitraum verstanden, in dem die Implementierung des Kerndatensatz Forschung an Forschungseinrichtungen begleitet und unterstützt wird. Diese Einführungsphase sollte nach ca. drei Jahren abgeschlossen sein. Dies bedeutet voraussichtlich nicht, dass zu diesem Zeitpunkt alle Forschungseinrichtungen entsprechend der Spezifikation des Kerndatensatzes berichten können werden. Gleichwohl sollte die angestrebte Vereinfachung der Berichterstattung durch eine standardisierte Weitergabe beginnen sichtbar zu werden."

Wie wird sichergestellt, dass Abfragen und Berichtsnachfragen sich tatsächlich an dem Kerndatensatz Forschung orientieren?

Die Spezifikation für den Kerndatensatz Forschung ist ein freiwilliger Standard zur Erhebung, Vorhaltung, Verarbeitung (Aggregation) und den Austausch von Forschungsinformationen.

Ein Anreiz zur Vorhaltung der Kerndaten und Forschungsinformationen in dem entsprechenden Format bei den Dateneignerinnen bzw. Dateneignern (z.B. Universitäten, Fakultäten oder außeruniversitäre Forschungseinrichtungen) setzt voraus, dass die Datennutzer/innen sowie Berichtsnachfrager/innen (Zuwendungsgeber, aufsichtführende Behörden, interne Verwaltungen etc.) ihre Abfragen in absehbarer Zeit entsprechend anpassen. Diese Anpassung kann nur auf freiwilliger Basis erfolgen. Der Wissenschaftsrat hat in seinen Empfehlungen zur Spezifikation des Kerndatensatz Forschung vom Januar 2016 die Berichtsnachfrager/innen zur Anpassung ihrer Abfragen an den Kerndatensatzstandard aufgefordert (Empfehlungen zur Spezifikation des Kerndatensatz Forschung, S. 36):

"Der Wissenschaftsrat fordert die Nutzerinnen und Nutzer daher dazu auf, die Implementierung des Kerndatensatz Forschung zu befördern und eigene Abfragen der im Kerndatensatz enthaltenen Angaben nach den dort vorgenommenen Definitionen vorzunehmen. Der Wissenschaftsrat selbst beabsichtigt, seine Datenabfragen im Laufe des Jahres 2016, jeweils in Absprache mit seinen Auftraggebern, an den Kerndatensatz Forschung anzupassen."

Die Anpassung der Abfragen muss allerdings bei jeder Datennutzerin bzw. jedem Datennutzer individuell erfolgen und kann nicht durch einen einzelnen Akteur mangels entsprechender (rechtlicher) Kompetenzen zum übergreifend verbindlichen Standard erklärt werden.

Wird es einen zentralen Kerndatensatz geben, der die Angaben aus allen Forschungseinrichtungen zusammenführt?

Nein, die Forschungsinformationen sollen entsprechend verarbeitet und dezentral (in den jeweiligen Forschungseinrichtungen) im Kerndatensatzformat vorgehalten werden. Es wird keinen zentralen Datensatz geben.

Wie wird sichergestellt, dass bei Einführung des Kerndatensatz Forschung die Anforderungen des Datenschutzes berücksichtig werden?

Da der Kerndatensatz Forschung lediglich standardisiert und keine neuen Berichtspflichten schafft, sollen ausschließlich personenbezogene Daten verarbeitetet werden, für die auf institutioneller Ebene Verarbeitungszwecke bestehen und deren Verarbeitung gemäß den für die Forschungseinrichtung geltenden rechtlichen Normen erlaubt ist. Definierte Verarbeitungszwecke bestehen in der Regel für die Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen der externen Berichtslegung oder für interne Zwecke. Jede Forschungseinrichtung muss also vorab sicherstellen, dass die institutionelle Einführung des Kerndatensatz Forschung durch entsprechende Verarbeitungszwecke gedeckt ist. Weitere Informationen zum Thema Datenschutz und Forschungsinformationssysteme liefern ein Hintergrundpapier der Zentralen Datenschutzstelle der Universitäten in Baden-Württemberg (ZENDAS) mit dem Titel "Datenschutz bei Forschungsinformationssystemen" und Kapitel drei des Ergebnisberichts zum abgeschlossenen Spezifikationsprojekt zum Kerndatensatz Forschung.

In welchem Format soll der Kerndatensatz Forschung weitergegeben werden?

Es sollen lediglich Kerndaten (also Aggregatdaten und keine Basisdaten) ausgetauscht bzw. weitergegeben werden, die keinen Rückschluss auf Personen erlauben.

Wann wird die vorliegende Spezifikation des Kerndatensatz Forschung angepasst?

Der Wissenschaftsrat empfiehlt in seinen Empfehlungen aus dem Jahr 2016 folgenden Zeitplan für diesen Prozess (Empfehlungen zur Spezifikation des Kerndatensatz Forschung, S. 8):

"Nach einer Einführungsphase von ca. drei Jahren wird eine erste Anpassung der Spezifikation des Kerndatensatzes unter Berücksichtigung der gemachten Erfahrungen empfohlen. Spätere Weiterentwicklungen sollten regelmäßig, ungefähr alle fünf Jahre, unter Einbindung aller relevanten Akteure stattfinden."